Die Psychosomatische Klinik - PSK

Die PSK plant mit der Bebauung der Schlodderdeichs Wiese die Zentralisierung der gesamten Suchtkrankenversorgung des Rheinisch-Bergischen Kreises und eine nahezu Verdoppelung ihres jetzigen Klinikbetriebes am Schlodderdicher Weg, der auch Akutpsychiatrie und das Konzept "Therapie statt Strafe" beinhaltet.

Die Zentralisierung mag der Klinik wirtschaftliche Vorteile bringen - für die Patienten ist sie nachteilig, weil sie nicht mehr zwischen unterschiedlichen Standorten auswählen können.

Obwohl sich die PSK sehr positiv gegenüber der Presse und Politik darstellt, ist sie bereits jetzt schon eine große Belastung für Gronau und Thielenbruch. Mit der Umsetzung des Bauvorhabens würde die PSK ihren Klinikbetrieb verdoppeln.

Die Bevölkerung hat im Bereich Thielenbruch und Gronau schon jetzt hinzunehmen, dass

  • sie Drogenkonsum auf öffentlichen Wegen ausgesetzt ist.

  • Kinder beim Spielen immer wieder benutzte Spritzen und Alkoholflaschen finden, z. B. auf dem Bolzplatz und im Thielenbrucher Wald.
  • in Nähe der PSK Paare ungeniert in der Öffentlichkeit intim sind, wodurch sich Anwohner und Spaziergänger belästigt fühlen (Laut Hausordnung erwartet die PSK Verzicht auf Intimkontakte zu Mitpatienten auf dem Klinikgelände).

  • sie bereits heute übermäßig mit Menschen konfrontiert ist, deren Krankheitsbilder Auswirkungen auf Psyche und Sozialverhalten haben. Hierzu gehören auch Hausfriedensbrüche und Bedrohungen.

Diese Erfahrungen machen Spaziergänger und Anwohner im Umkreis der PSK - daher sei die Annahme gestattet, dass ein konkreter Bezug zu den PSK-Patienten hergestellt werden kann.

Zudem haben Reinigungsaktionen gezeigt, dass das Bachbett der Strunde im Verlauf bis Höhe der PSK spritzen- und nahezu flaschenfrei ist. Im weiteren Verlauf, strömungsabwärts bis zur Kölner Stadtgrenze werden seit Jahren unzählige Alkoholflaschen und auch Spritzen eingesammelt.

Wir Bürger haben immer wieder Gespräche mit der PSK gesucht, um Missstände aufzudecken. Die Klinikleitung fühlt sich jedoch für Belange, die außerhalb der Klinik stattfinden, nicht verantwortlich.

Wir sorgen uns, dass die geplante Verdoppelung des Klinikbetriebes auch eine Verdoppelung der Probleme bedeutet!

Da mit der Klinikerweiterung auf der Schlodderdeichs Wiese die Schließung einer Klinik im Oberbergischen einhergeht, werden in Bergisch Gladbach keine neuen Arbeitsplätze geschaffen. Es findet lediglich eine Verlagerung des Arbeitsstandortes für Angestellte des Krankenhausverbundes statt.

Die Stadt Bergisch Gladbach vereinnahmt keine nennenswerten Steuern von der PSK. Diese ist als gemeinnützige GmbH von der Gewerbsteuer- und Körperschaftssteuerpflicht befreit. Laut ihrer Homepage ist sie zudem keine eigene Betriebsstätte, sondern eine 100%ige Tochtergesellschaft des kommunalen Krankenhausverbund Kreiskliniken Gummersbach-Waldbröl GmbH, an deren Betriebstättenfinanzamt eventuelle andere Steuern abgeführt werden.

Die PSK betreibt am Schlodderdicher Weg eine Abteilung zur stationären Akutbehandlung Drogenabhängiger (42 Betten) und zwei Rehaabteilungen, eine für Drogenabhängige (40 Betten) und eine für Alkohol- und Medikamentenabhängige (40 Betten). Das Angebot umfasst weiterhin eine Institutsambulanz mit Angeboten für Betroffene und deren Angehörige, als alltagsorientiertes Hilfsangebot "aufsuchendes Betreutes Wohnen" und ein Wohnheim für Drogenabhängige mit psychiatrischer Komorbidität. (Quelle: www.psk-bg.de, Stand 09.2016)

 

September 2016, Ergänzung aus gegebenem Anlass:

Uns erreichen Anfragen, ob das derzeitige Angebot an Entzugsplätzen in Bergisch Gladbach ausreichend ist. Diese beantworten wir gerne an dieser Stelle:
Die PSK versorgt schon heute nicht nur Patienten aus Bergisch Gladbach und Köln, sondern auch aus dem Oberbergischen Kreis und dem Ruhrgebiet. Mit dem neuen Klinikkomplex soll besonders das Angebot für den Alkoholentzug ausgebaut werden.
Zum generellen Angebot von Entzugsplätzen im Großraum Köln zitieren wir aus der aktuellen Publikation des Gesundheitsamtes Köln "Hilfen für Menschen mit einer Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit - Wegweiser zu Diensten und Einrichtungen":
"Im Umkreis von Köln gibt es eine Vielzahl von Entwöhnungseinrichtungen. Diese alle aufzuführen, würde den Umfang dieses Wegweisers sprengen."
Umfangreich beschrieben wird ebenfalls das Angebot für Patienten/ Hilfesuchende zu
- allgemeiner Beratung
- Akutbehandlung
- betreutem Wohnen

Entgiftungen werden in der Regel neben den vorhanden Facheinrichtungen auch von allen Krankenhäusern durchgeführt.

Somit sind die Hilfesuchenden aus Bergisch Gladbach und dem angrenzenden Köln bereits heute umfangreich versorgt!